
.(Sehr frei nach Goethe - das ist deshalb auch nicht in Tibet, sondern im Zillergrund in Österreich. Und wer "Acht Berge" von Paolo Cognetti gelesen hat, weiß auch, was die Farben der Fähnchen bedeuten.)
Unter dem Titel "Die besten Seiten des Sommers" schlägt die SZ 18 Autor*innen vor. Leider kann man die Seite online nur mit Abo lesen, deshalb hier die Links zu den Verlagen:
Bitte, hier bis zum 31.7., High Noon, vorschlagen und wählen. Jede*r hat 2 Stimmen! Hoffen wir mal, dass es nach den Ferien klappt. Also: Vorsichtig sein!
Den Georg-Büchner-Preis erhielt 2020 Elke Erb.

In der Begründung der Akademie-Jury heißt es dazu:
Mit Elke Erb ehrt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ein unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk, dessen Anfänge 1975 in der DDR lagen und das sich nach deren Ende unbeirrt bis in die Gegenwart fortsetzt. Elke Erbs poetischer Sachverstand, der sich auch in ihrer reichen übersetzerischen Arbeit zeigt, beeinflusste mehrere Generationen von Dichterinnen und Dichtern in Ost und West. Ihre Gedichte zeichnen sich durch eine prozessuale und erforschende Schreibweise aus, in deren Verlauf die Sprache zugleich Gegenstand und Mittel der Untersuchung ist. Elke Erb gelingt es wie keiner anderen, die Freiheit und Wendigkeit der Gedanken in der Sprache zu verwirklichen, indem sie sie herausfordert, auslockert, präzisiert, ja korrigiert. Für die unverdrossene Aufklärerin ist Poesie eine politische und höchst lebendige Erkenntnisform.
Damit "ehrt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung nicht nur eine Außenseiterin der Literatur, sie unterstreicht zudem den Stellenwert der deutschen Lyrik", meint Cicero.
Irgendwie spärlich oder? Auch das Hausblatt des hirnverfetteten Münchner Peripherintellektualismus, die SZ, klingt etwas ratlos und ergeht sich in Blabla. Zum Werk? Nüscht! Und so ist es auf allen anderen Seiten, sodass wir uns weitere Links sparen können. Erb-ärmlich! Wenn der liebe Feuilletonbestücker nicht kopieren kann, hält er sich an Wittgenstein: Worüber man nicht abschreiben kann, darüber muss man plappern.
Wer Gedichte von Elke Erb lesen oder sogar anhören will, kann das auf lyrikline. Aber mein lieber Scholli - da hast du zu kauen. Oder wie Frau Erb in dem Gedicht "Ein zahmer Konjunktiv" sagt:
Etwas ist kompliziert, nicht unkompliziert.Nachtrag: Es gibt sie doch noch - Zeitungen, deren Feuilletonist*innen - hier Katharina Granzin - sich Mühe geben. Zum Beispiel in der taz! Und schon 2018 gab es hier einen weiteren Beitrag zu der Autorin.
Um die Seite nicht zu sehr zu atomisieren, werden einzelne Vorschläge mit dem Vornamen der Empfehlenden oder des Tippgebers unter der bisherigen Rubrik "Vorschlagsliste" aufgeführt, die ich hiermit auf den Namen "Vorschlagsliste und Tipps" taufe. Und schon findet Ihr dort Neues!
Achtung! Die Liste habe ich umsortiert! Die neuesten Tipps und Vorschläge rangieren jetzt immer gleich ganz oben.
Aufgenommen werden dort nur persönliche Empfehlungen, keine Besprechungen aus der Branche. In us we trust!
Ein Tipp: Unter diesem Link gibt es ein dreimonatiges kostenloses Digitalabo für die Münchner Stadtbibliothek.
In das Feld "Benutzernummer" das Stichwort "Digitalabo" eingeben und bei "Ihre Frage" vollen Namen, Geburtsdatum und Adresse.
Mit Zugang zum Munzinger Archiv: "Neben verifizierten Informationen zu bekannten Persönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts bietet es ein Länderarchiv und Literaturlexika sowie Schüler- und Abiturlexika des Dudens und das Basiswissen Schule sowie ein umfangreiches internationales Presseangebot und die Artikel der Süddeutschen Zeitung."
Hinweis von Yvonne: jetzt.de empfiehlt Bücher von "jungen Autor*innen". Edouard Louis und Sally Rooney hatten wir schon - wieder mal schneller als die Jugend!
Yvonne hat auf eine interessante Idee hingewiesen: Die Aktion "Freundschaft fürs Lesen" fordert auf, jetzt Gutscheine in der Stammbuchhandlung zu kaufen, die dann post krisem (sorry, Frau Barbecue!) dort eingelöst werden können. Vielleicht hilft es ein wenig, das Überleben dieser schon ante krisem gefährdeten Art zu retten.

Das funktioniert allerdings nur, wenn die Buchhandlungen teilnehmen. Also sollte man sie darauf aufmerksam machen.
Viele Läden haben aber auch bereits eigene Vertriebswege gefunden. Die meisten haben ja inzwischen Websites, auf denen man sich informieren kann. Übrigens: Der Versand-Moloch liefert zur Zeit zwar flott das Klopapier, aber dafür verzögert sich der Buchversand. Dabei besteht zwischen Lesen und Toilette ein jahrtausendealter kulturhistorischer Zusammenhang.
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