Deutscher Buchpreis 2026

Mit dem Deutschen Buchpreis wurde in diesem Jahr Shida Bazyar für ihren Roman "Lücken" (erschienen bei KiepenheuerWitsch) ausgezeichnet.

Pressefoto Linda Deutsch - mit Genehmigung des Deutschen Buchpreises

Bazyar legt "eine literarische Archäologie der Heimat", dem fiktiven Heimesbach im Hunsrück, vor" und ihr gelinge "ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch [iranischer Geflüchteter], endlich eine Heimat zu finden".

In der Begründung der Jury heißt es: "Die Autorin wählt überzeugende literarische Strategien: Der Blick einer toten Erzählerin und die kaleidoskopische Struktur des Textes ermöglichen es, zwischen den Zeiten zu springen sowie Nähe und Distanz zu erzeugen. Auch die enge Verbindung von fiktiven und dokumentarischen Elementen, von erfundenen und historischen Figuren, die selbst eine Stimme bekommen, erzeugen den starken Nachhall des Textes. Ein Roman gegen Gleichgültigkeit." (Alle Zitate aus der Seite des Deutschen Buchpreises)